Dieter Schmid - Feine Werkzeuge

Hobelbank von Stefan E., Veitshöchheim

Wir waren sehr beeindruckt von der ungewöhnlichen Breite und Flexibilität dieser Hobelbank, die ein sehr komfortables Arbeiten erlaubt.

Die lange abgelagerte Eiche, die für diese Hobelbank verwendet wurde, stammt vom Trockendachboden eines pensionierten Küfers, der so freundlich war, dafür 2 qbm zur Verfügung zu stellen. Dieses Holz ging in Teilen in die Hobelbank. Die Abmessungen betragen Länge x Tiefe x Höhe 2200 mm x 800 mm x 890 mm. Das Gewicht beträgt sagenhafte 300 kg!! Arbeitszeit ca. 80 intensive Stunden!

Der Entwurf geht auf einen Artikel im amerikanischen Magazin "Popular Woodworking Magazine" von Robert W. Lang zurück.

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Hobelbank von Stefan E.
Die Bankhälften werden mit je 4 großen Holzschrauben von unten gehalten. Damit ist die Hobelbank trotz ihrer enormen "Standfestigkeit" schnell und leicht zerlegbar. Das Untergestell ist an Vorder- und Hinterseite bündig mit den 80 mm starken Bankplatten, sodass sehr große Teile, wie z. B. eine Tür problemlos gespannt werden können.

Hobelbank von Stefan E.
Die Vorderzange besteht aus der "Veritas Twin Screw Vise" mit langer Abdeckung, ergänzt mit 65 mm starken Holzbacken. Die Grundlage der Hinterzange ist ein Tischlerschraubstock No. 52 mit Schnellverstellung. Alle Löcher auf der Bankplattenoberseite und Front, in den Längsstreben und den Beinen betragen 19 mm im Durchmesser, gebohrt mit einem BORMAX Forstner-Bohrer von FAMAG (Serie 1622) plus Verlängerung. Werkstücke lassen sich auf dieser Hobelbank halten, z. B. mit "Bench Pups", "Bench Dogs" oder der "Surface Clamp" von Veritas.

Hobelbank von Stefan E.
Hier nochmal eine Detailansicht des Bereiches der Vorderzange. Die Kästen in der Mitte der Bank lassen sich herausnehmen, so kann man auch mit einer einfachen Schraubzwinge Werkstücke spannen. Die Oberfläche wurde mit Kunos Objektöl von Livos behandelt, so lässt sich Leim leichter entfernen.

Hobelbank von Stefan E.
Das Untergestell wird durch je eine obere und untere Längsstrebe gehalten, die obere mit großem verplattetem Schwalbenschwanz und die untere mit durchgestecktem, halben Schwalbenschwanz, die obere Hälfte des Schwalbenschwanzes stellt je ein Keil dar.

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