Dieter Schmid - Feine Werkzeuge

Hobelbank von David H., Fife, Scotland

Hobelbank von David H.

David schrieb: Das Gestell besteht aus Buche und die 105 mm starke Platte ist aus verleimter Kiefer. Die Enden der Platte, die Laufschiene für den Bankknecht und der Mittelstreifen der Vorderzange sind aus Meranti. Der Boden ist aus Fichtenbrettern die von Dübeln aus Nussbaum gehalten werden. Die Platte besteht aus zwei Teilen und wurde erst auf dem Gestell zusammengesetzt als dieses da stand wo es hin sollte (ich musste alles alleine heben). Das rechte Endstück wurde an dem oberen Zapfen des vorderen Teils der Platte mit Hilfe von 12,7 mm (1/2 inch) Dübeln aus Eiche befestigt. Die Dübellöcher sind dabei versetzt gebohrt, so dass die Dübel das Endstück an die Platte ziehen.

Der hintere Teil der Platte hat verlängerte Schlitze für die Beine. Er wurde als erstes auf das Gestell gelegt und nach links geschoben. Dann wurde der vordere Teil der Platte, zusammen mit der Schlittenzange und dem rechten Endstück in die endgültige Position auf das Gestell gelegt. Nachdem der Leim auf dem Zapfen der hinteren Platte aufgetragen war, wurde diese nach rechts geschoben und mit dem Endstück verdübelt.

Das linke Endstück ist mit Hilfe von Schlitz und Zapfen mit der Platte verbunden. Dabei geht der Schlitz an der Vorderkante in derselben Weise durch das Endstück wie der Schwalbenschwanz auf der anderen Seite. Dieses Endstück wurde angebracht nachdem die rechte Seite komplett montiert war und dann ebenfalls mit Hilfe von Dübeln auf Zug mit den beiden Teilen der Platte verbunden.

Die seitlichen Zargen des Gestells sind mit Hilfe von Bolzen mit der Platte verbunden. Der vordere Teil der Platte ist mit 12,7 mm (1/2 inch) Dübeln aus Eiche an den Beinen befestigt (Diese kann man später ausbohren um die Platte anzuheben, zumindest mit Hilfe beim Heben). Ich habe viele Löcher für Bankeisen und andere Spannhilfen von Veritas in die Platte gebohrt um ein wirklich vielseitiges Befestigungssystem zu bekommen.

Das Gestell ist mit Hilfe von Dübeln und Bolzen von Benchcrafted zusammengebaut. Wenn ich das Gestell jemals neu bauen sollte, dann würde ich die Bolzen nicht mehr verwenden, sondern klassische Holzverbindungen. Die Bolzen haben mich eine Menge Nerven beim Aufstellen gekostet. Und da ich festgestellt habe, dass ich das Gestell auch komplett bewegen kann sind sie eigentlich unnötig.
Eine großartige Hobelbank, nur schade, dass ich sie nicht schon früher gebaut habe.
Die Frästechnik mit zwei Anschlägen von Guido Henn zum Erstellen des Ausschnitts in dem Bein in dem die Beinzange montiert ist kann auch für die Backe der Zange angewendet werden. Dazu habe ich zunächst nur die mittleren drei Teile der Zange verleimt, dann den Ausschnitt hergestellt, und dann erst die beiden restlichen Teile für die „Ohren“ angeleimt und die Zange fertig gestellt. Das geht viel einfacher als eine passende Schablone anzufertigen.

Die Schere die ich verwendet habe ist etwas anders als die aus der (ausgezeichneten) Bauanleitung von Guido Henn. Speziell die Nabe und der Flansch waren bei mir anders. Man sollte auf jeden Fall erst die Eisenteile vor sich haben bevor man sich daran macht die Holzteile herzustellen.
Ich habe die Flachdübelfräse ziemlich oft verwendet (mit 20er Flachdübeln). Alle Verleimungen an der Zange, den Beinen und der Platte haben jeweils zwei Reihen von Flachdübeln. Das macht das Ausrichten der einzelnen Teile beim Verleimen einfacher und stabiler. So war nach dem Entfernen des überschüssigen Leims nur ganz wenig Hobeln nötig um eine perfekt ebene Platte zu erhalten.

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