Dieter Schmid - Feine Werkzeuge
Furnierhammer

Furnierhammer

Furnierhammer   Furnierhammer

Entgegen anderslautenden Gerüchten gibt es ihn immer noch: den Furnierhammer. Früher aus keiner Tischlerwerkstatt wegzudenken, fristet er heute ein Schattendasein. Zu unrecht - denn für Arbeiten wie einzelne Kanten durch Aufreiben anleimen und Furnierausbesserungen an alten Möbeln durchzuführen ist er eine große Arbeitserleichterung. Dieser Furnierhammer kommt aus der Qualitätsschmiede Picard.

Beim Furnieren kann es vorkommen, daß einzelne Stellen nicht geleimt haben, sei es weil an einer Stelle zu wenig Leim angegeben wurde oder das Holz eine vorher nicht bemerkte Vertiefung aufweist. Diese Blasen - vom Tischler "Kürschner" genannt - kann man sehen oder mit der Fingerkuppe durch Klopfen ertasten.

Wurde mit Heißleim geleimt, hat der Tischler Glück gehabt: Angabe von Feuchtigkeit, notfalls ein kleiner Schnitt mit einem scharfen Messer in Faserrichtung und mit einem Furnierstreifen etwas Leim unter das lose Furnier schieben und nun mit dem erhitzten Furnierhammer einreiben - schon ist das Problem gelöst.

Darüberhinaus eignet er sich sehr gut zum Aufreiben von Furnierkanten.

Der Furnierhammer stammt aus einer Zeit, in der vorwiegend mit Heißleim, also in der Regel Knochenleim, gearbeitet wurde. Heute noch wird der Knochenleim dort verwendet, wo Reversibilität, also das Rückgängigmachen des Arbeitsvorgangs ohne Schaden für das Objekt, gefragt ist. Das ist heute im Wesentlichen in der Restaurierung der Fall.

Auch bei der handwerklichen Herstellung von Einzelmöbeln sollte man diesen Vorteil traditioneller Techniken in Erwägung ziehen.

Gewicht: 500 g

Preis € 32,90
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