Dieter Schmid - Feine Werkzeuge
Kobiki Nokogiri und Temagari Nokogiri

Kobiki Nokogiri und Temagari Nokogiri

So wurden im alten Japan Stämme aufgetrennt

Im alten Japan waren die Kobiki-shokunin diejenigen, deren harter Alltag es war, Baumstämme der Länge nach aufzusägen, um dem Tischler und Zimmermann das Material zu geben, mit dem diese ihre Werke schaffen konnten.

Im Gegensatz zu Europa, wo 2 Mann die sogenannte Kransäge zum Auftrennen von Stämmen benutzten, waren diese Sägen reine Einmann-Sägen. Diese Kobiki Nokogiri oder auch Maebiki Nokogiri genannten Sägen waren im Vergleich zu anderen Sägen ungewöhnlich breit. Damit behielten sie bei den doch immer sehr langen Schnitten eine gute Führung. Diese Sägen waren grob gearbeitet, teilweise sind auf dem Blatt noch die Schläge vom Schmieden zu sehen. Die Blattdicke verjüngt sich dem Rücken zu, um ein Verklemmen im Holz zu vermeiden. Diese Blattverjüngung wird durch Schmieden von Hand erreicht, ein sehr arbeitsaufwendiges Verfahren.

Leider verschwanden mit der technischen Revolution diese Sägen nach und nach. Leichter erhältlich sind dagegen immer noch die Temagori Nokogiri, den Kobiki sehr ähnlich, jedoch lange nicht so breit und stabil. Sie sind vor allem dazu da, Bäume zu fällen und dicke Äste abzusägen. Wir haben Temagori Nokogiri am Lager, die extra für uns hergestellt werden, da diese Sägen selbst in Japan unüblich geworden sind.

Bild links:
Japanische Säger beim Aufteilen eines Stammes.
Holzschnitt, ca. 1870, aus:
Japanese Woodworking Tools - Selection, Care & Use,
von Henry Lanz
Sterling Publishing Co.,Inc. 1985


Temagori Nokogiri für Querschnitte

Zum Fällen von Bäumen und Zersägen großer Balken, Blatt zum Rücken hin sich verjüngend, Schaft zum Ende dicker werdend, mit montiertem Holzgriff. Längsschnitte gehen mit dieser Säge auch, wenn auch nicht so zügig wie mit einer reinen Längsholzsäge.

Blattlänge: 480 mm/19"
Gesamtlänge: 790 mm/31"
Blattbreite vorne: 100 mm/4"
Blattbreite hinten: 80 mm/3"
Blattdicke an den Zähnen: 1,3 mm
Blattdicke am Rücken: 0,7 mm
Schnittbreite: ca. 2,6 mm
Zahnweite vorne: 8 mm/3 TPI
Zahnweite hinten: 5 mm/5 TPI
Schaftdicke: 2 mm
Gewicht: ca. 550 g
Preis € 129,00

Temagori Nokogiri

Im modernen Design mit Kunststoffgriff kommt diese sehr effektive kleine Temagori - vorwiegend für Querschnitt.

Blattlänge: 390 mm/15-1/2 in.
Gesamtlänge: 620 mm/24-1/2 in.
Blattbreite vorne: 55 mm/2-1/4 in.
Blattbreite hinten: 50 mm/2 in.
Blattdicke: ca. 1 mm
Schnittbreite: ca. 1,8 mm
Zahnweite vorne: 6 mm/4 TPI
Zahnweite hinten: 4,5 mm/5,5 TPI
Schaftdicke: 1,5 mm

Preis € 45,00

AOISORA Nokogiri Mit ihrem sehr keinen Blatt von nur 250 mm Länge ist diese Temagori eher eine Astsäge. Das Sägeblatt ist geschmiedet und von der ursprünglichen Stärke von 1,2 mm auf 0,6 mm aufwendig ausgeschliffen. Der Schaft bleibt in seiner ursprünglichen Stärke bestehen. So entfallen aufwendige Halterungen für das Wechselblatt, weil das Sägeblatt selbst durch die größere Schaftstärke genügend Eigenstabilität aufweist. Die Löcher im Sägeblatt dienen der besseren Spanabfuhr. Diese Säge kommt aus der Schmiede Nokogiri Kobo in Kashiwazaki, Prov. Niigata. Der Begriff "AOISORA" ist eine Wortschöpfung des Herstellers und bedeutet "blauer Himmel".
Lieferung mit abgewinkeltem Buchenholzgriff, unbehandelt, mit Bambuswicklung im vorderen Griffbereich.
Vorwiegend für Querschnitt!
Das Sägeblatt ist nachschärfbar.

Blattlänge: 250 mm
Gesamtlänge: 500 mm
Blattbreite: 43 mm
Blattdicke: 0,6 mm
Schnittbreite: ca. 1 mm
Zahnweite: 3 mm / 8,5 TPI
Schaftdicke: 1,2 mm
Preis € 99,95

Ersatzblatt für AOISORA 250 mm
paßt auch in den Griff der AKAISORA
Preis € 59,50

Ersatzblatt für AKAISORA 300 mm
paßt auch in den Griff der AOISORA
Preis € 65,00

Hinweis: AKAISORA Nokogiri mit Blatt 300 mm nicht mehr erhältlich. Wir haben noch Ersatzblätter.
Sie sind hier:   Startseite   →   Japanische Sägen   →   Kobiki und Temagori