Dieter Schmid - Feine Werkzeuge

KUNZ PLUS Putzhobel No. 4

Diese Beschreibung gilt auch für die KUNZ PLUS Hobel No. 3, No. 5 und No. 6

Der neue Putzhobel KUNZ PLUS setzt ein völlig neues Produktkonzept um - sowohl qualitativ als auch ästhetisch. Auf den ersten Blick fällt auf: Das Eisen ist viel kürzer, als wir es von Putzhobeln ähnlicher Bauart gewohnt sind. Ein Vorteil, ist es doch jetzt im Bereich der Hand nicht mehr im Wege.

Und natürlich sofort ins Auge fallend: die sehr schönen geölten Griffe aus einheimischem Kirschbaum. Der Griff liegt wirklich sehr gut in der Hand. Der vordere Knopf ist breit und niedrig ausgeführt (Lowknob), wodurch die positive haptische Erfahrung noch gesteigert wird.

Der Hobel nach Abnahme der Klappe. Die Befestigungsschraube der Klappe hat am Gewindeende ein Loch, welches auf der Schraube sitzt, die den Spanbrecher mit dem Eisen zusammenhält. Damit ist die Klappe in ihrer Stellung fixiert. Es entfallen die bisher üblichen lästigen Justagen. Wenn Sie auf das Bild klicken, können Sie die Details besser sehen.
Der Hobel nach Abnahme von Klappe und Eisen. Nun ist die Schraube für die Seitenverstellung und Spandickeneinstellung sichtbar. Diese Schraube hat ein Differenzialgewinde, in diesem Falle zwei Linksgewinde. Das dickere oben ist M8 x 1, das dünnere unten ist M6 x 0,75, also beide relativ fein. Bei der Eisenzuführung wird nur die Steigungsdifferenz zwischen diesen beiden Gewinden wirksam. Diese Anordnung erlaubt eine feinfühlige Zustellung des Eisens.
Der Hobel nach Abnahme des Frosches. Der Frosch kann nach Lösen der beiden unteren Schrauben (siehe Bild darüber) abgenommen werden. Deutlich zu sehen sind die Ausfräsungen sowohl an den Seiten des Frosches als auch im Hobelkörper, die eine sichere und genaue Führung sicherstellen. Der Frosch muß damit nicht mehr seitlich justiert werden sondern wird beim Verstellen nach vorne oder hinten zwangsgeführt.
Das Festziehen der Schrauben des Frosches erfolgt nicht so fest wie Sie das bei älteren Hobeln gewöhnt sind. Den Grund sehen Sie im nächsten Bild.
Die Einstellung des Hobelmauls, z. B. ganz eng für feine Arbeiten und feine Späne, erfolgt durch das Verschieben des Frosches nach vorne, bzw. für gröbere Arbeiten nach hinten. Bisher mußte man dazu einige Schrauben lösen und hinterher die ganze Konstruktion wieder mühevoll justieren. Nun kann mit einem Sechskantschlüssel bei festgeschraubtem Frosch das Hobelmaul bequem und einfach verstellt werden. Nehmen Sie dazu nur den beiliegenden Winkelschlüssel, weil der in seiner Länge so konzipiert ist, daß er zwischen Rändelschraube und Griff paßt, ohne irgendwo anzuecken.
Der erste Hobel von Kunz, der nach dem Auspacken ("out of the box") sofort feine Späne erzeugt. Wir empfehlen trotzdem: Ordentlich auf einem Schleifstein abziehen, 6000er oder noch besser ein 8000er Korn. Damit ist noch eine ganze Menge mehr herauszuholen.
Hier als ergänzende Information der Aufbau von Frosch, Eisen, Spanbrecher und Klappe. Spanbrecher und Klappe sind immer in gleicher Position verbunden. Der Spanbrecher kann je nach Eisenlänge bzw. gewünschtem Abstand von der Schneide frei verschoben werden.

Fortentwickelt wurde beim Kunz die bekannte Norris-Verstellung des Eisens. Auf dem Bild links sehen Sie den Kunz, auf dem Bild rechts den Veritas. Während beim Kunz bei Verstellung der Stellhebels das Eisen in die gleiche Richtung geht, ist es beim Veritas genau umgekehrt: das Eisen geht in die entgegengesetzte Richtung.

Das ist allein vom subjektiven Empfinden her von Vorteil, wenn das Eisen der Handbewegung folgt und nicht in die andere Richtung geht.

Sie sind hier:   Startseite   →   Handhobel   →   Putzhobel aus Eisen   →   KUNZ PLUS Putzhobel