Dieter Schmid - Feine Werkzeuge
Zangen, Scheren

Zangen, Scheren

Hinweise

Bei Zangen, insbesondere Seitenschneidern sehen Sie in Beschreibungen häufig den Begriff "mit Wate" bzw. "ohne Wate"

Mit Wate Beispiel eines Seitenschneiders mit Wate. Die Unterseite ist angeschliffen. Dadurch entsteht ein gröberer Schneidenwinkel, wodurch die Schneide weniger empfindlich ist und Drähte mit relativ großen Durchmessern durchgeschnitten werden können. (Hinweis: die schwarze Farbe im Bild stellt die Schneidbacken des Seitenschneiders dar, die graue Farbe das Schneidgut, also den Draht.)

Ohne Wate Beispiel eines Seitenschneiders ohne Wate. Die Unterseite ist glatt. Der Vorteil besteht darin, daß bündig zur Fläche abgeschnitten werden kann. Der kleinere Schneidenwinkel erlaubt zudem sehr saubere Schnitte. Ein kleiner Schneidwinkel ist jedoch erheblich empfindlicher als ein grober. Deshalb sollte ein solcher Seitenschneider nicht groben Belastungen ausgesetzt werden. Schneidbacken ohne Wate finden sich hauptsächlich bei Elektronikseitenschneidern.

Wissenswertes über Zangen

Zangen gehören zu den ältesten Werkzeugen der Menschheit überhaupt. Die allerersten dienten wohl dazu, Werkstücke in das Feuer zu halten. Heute ist die Vielfalt unüberschaubar. Unser Ziel ist es, dem Holzwerker die wichtigsten anzubieten, die er in seinem Berufsalltag braucht.

Zangen bestehen aus Griffen, Gelenk und Zangenkopf. Das Gelenk wird in der Fachsprache oft als "Gewerbe" bezeichnet. Ihre Wirkung entfaltet die Zange nach dem Hebelprinzip. Die auf die (langen) Griffe aufgebrachte Handkraft wird mittels des (kurzen) Zangenkopfes auf das Werkstück übertragen und dabei verstärkt.

Grundsätzlich werden bei Zangen zwei Bauformen unterschieden:
1. Die Zangenschenkel sind übereinandergelegt und mit einem Gelenkbolzen verbunden. Dies bezeichnet man als "aufgelegtes Gewerbe". Diese Bauform ist die übliche und bei Verwendung qualitativ hochwertiger Einzelteile und sorgfältiger Produktion praxisgerecht mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis.
2. Ein Schenkel der Zange wird durch eine Öffnung im anderen Schenkel hindurchgeführt. Dies bezeichnet man als "durchgestecktes Gewerbe". Diese Zangen haben auch dann noch eine gute Führung, wenn der Gelenkbolzen etwas verschlissen ist. Sie sind jedoch sehr schwer herzustellen und teuer. Durchgestecktes Gewerbe finden Sie bei unseren VBW-Wasserpumpenzangen FastGRIP und Zangenschlüsseln PowerGRIP.

Welcher Zangengriff?

Mehrkomponenten-Griff Getauchter Kunststoffgriff
Mehrkomponenten-Griff getauchter Kunststoffgriff

Die Mehrkomponentengriffe sind dann die richtige Wahl, wenn Sie den ganzen Tag mit einer Zange arbeiten müssen. Diese Griffe haben eine ausgewogene Verteilung weicher und harter Zonen. Beim Trennen harter Drähte federt die Weichzone die Hand beim Trennschlag nach dem Stoßdämpfer-Prinzip ab. Die dicken Griffe können auch nachteilig sein: an engen Stellen sind sie hinderlich, viele Anwender finden sie unhandlich und sie brauchen mehr Platz in der Werkzeugkiste.

Wir bieten die meisten Zangen mit getauchten Kunststoffgriffen an. Die mechanischen Eigenschaften aller Varianten sind gleich gut wie bei den Zangen mit Mehrkomponentengriffen. Der entscheidende Vorteil ist jedoch, daß diese Zangengriffe deutlich handlicher sind und in der Montagekiste Platz sparen. Ganz nebenbei kosten sie auch etwas weniger. Wir denken, daß diese Variante für den Tischler und Holzwerker, der nicht den ganzen Tag fast nur mit diesem Werkzeug arbeitet die richtige Wahl ist.

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